Parodontitisbehandlung

Die marginale Parodontitis (früher Parodontose) ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontium). Der Entzündungsprozess geht am Zahn entlang in die Tiefe, löst Zahnfleisch und den Knochen auf und es bilden sich Zahnfleischtaschen. Es gibt auch die apikale, an der Wurzelspitze des Zahns befindliche Parodontitis, die aber nichts mit dem Zahnfleisch zu tun hat. Nicht behandelt kann Parodontitis zum Zahnverlust führen. Für uns ist die marginale Parodontitis aus biologischer Sicht immer ein ganzheitlich zu betrachtendes Problem, denn sie tritt nicht isoliert auf. Unserer Beobachtung nach sind in den meisten Fällen alle Schleimhäute im Körper erkrankt, z.B. auch die des Darms.

Anamnese

Befund

Zahnreinigung

Kürettage

Chirurgische Behandlung

Augmentation

Kontrolle

Anamnese

Die Anamnese (Krankenvorgeschichte) wird bei der marginalen Parodontitis bei uns besonders unter ganzheitlich biologischen Aspekten erhoben: Nehmen Sie Medikamente? Wie funktioniert Ihr Immunsystem? Gibt es Allergien, z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stoffwechselprobleme oder systemische Grunderkrankungen?

Befund

Der Befund beinhaltet zum einen das Ausmessen der Zahnfleischtaschen, das Beurteilen des Entzündungsgrads der Schleimhaut und die Klassifikation der Parodontitis zur Diagnosestellung. Hierbei helfen uns aus ganzheitlicher Sicht die energetischen Tests und Laboruntersuchungen, insbesondere der Stoffwechselfunktionstest (SFT)

Zahnreinigung

Der Parodontitistherapie geht immer mindestens eine professionelle Zahnreinigungen (PZR) voran. Bei der Initialbehandlung werden dann lokale Reizfaktoren (Zahnstein, Biofilm) von der Zahnoberfläche und aus den Zahnfleischtaschen entfernt (geschlossene Kürettage). Unsere Erfahrung zeigt, dass die unterstützende Anwendung von Ozon oder einer photodynamischen Therapie (HELBO-Verfahren) antientzündlich durch die Beseitigung von schädlichen Bakterien wirkt.

Kürettage

Befinden sich hartnäckige schädliche Beläge, sogenannte Konkremente, unter dem Zahnfleisch, werden diese mit speziellen Instrumenten von den Wurzeloberflächen entfernt, sprich abgeschabt (Kürettage). Dazu werden Zähne und Zahnfleisch in der Regel betäubt.

Chirurgische Behandlung

Bei fortgeschrittener Parodontitis muss der Kiefer chirurgisch behandelt werden. Bei der offenen Kürettage oder der Lappenoperation werden Zahnfleisch- und Knochentaschen eröffnet und nach Entfernung hartnäckiger Beläge und Behandlung der infizierten Gewebeoberflächen wieder vernäht und manchmal durch einen Zahnfleischverband geschützt.

Augmentation

Wenn viel Gewebe durch langdauernde chronische Entzündungsprozesse verloren gegangen ist, lassen sich sowohl Zahnfleisch als auch Knochen in gewissem Ausmaß auch wieder aufbauen (Augmentation). Hierzu verfügen wir in unserer Praxis über die entsprechenden Verfahren der Weichteil- und Knochenchirurgie (siehe Chirurgie).

Kontrolle

Nach der erfolgreichen Behandlung der Parodontitis auf lokaler und körperlicher Ebene werden regelmäßige Kontrolltermine vereinbart und ein individuelles Vorsorgeprogramm entwickelt. Dieses wird hauptsächlich in der Prophylaxebehandlung regelmäßig umgesetzt.